Das Wort für August 2011
                              
                              

Hallo Freunde,

 

wie es sinnvoll ist, auf körperliche und seelische Gesundheit zu achten,

braucht auch der neue Mensch Nahrung und Pflege.

Der neue Mensch ist nach Joh. 3 aus dem Vertrauen zu Jesus durch

den Geist Gottes geboren. Er wächst durch Wort und Geist Gottes,

durch Gebet, Gemeinschaft, Empfangen und Einüben dienender Liebe.

Dieser neue Mensch steht lebenslang im Streit mit dem alten Menschen,

der durch seine selbstsüchtigen Wünsche gesteuert wird.

 

Paulus beschreibt diese Situation in Galater 5,1:

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch

nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!

Das griechische Wort für Freiheit (eleutheria) meint nicht die

uneingeschränkte Erlaubnis, alles zu tun, was ich will,

sondern das zu tun, was ich als verantwortlicher Bürger meiner

Stadt oder Gemeinde tun soll.

Konkret für Nachfolger Jesu bedeutet Freiheit, das zu tun,

was der Herrschaft Gottes entspricht bzw. was einem erwachsenen Sohn

und einer erwachsenen Tochter des himmlischen Vaters entspricht.

Luther sagt dazu: Ein Christenmensch ist ein dienstbarer

Knecht aller Dinge und jedermann untertan, in der Liebe. 

 

Die göttliche Liebe soll also das Maß und die Motivation meines

Handelns sein wie es Jesus im Doppelgebot der

Liebe (Matth 22,37-40) ausspricht. Es ist also eine „Freiheit wozu“. 

Es ist aber auch eine „Freiheit wovon“, weil wir durch die

Neugeburt im Heiligen Geist nicht mehr tun müssen,

was dem alten selbstsüchtigen Menschen entspricht.

Luther sagt dazu: Ein Christenmensch ist ein freier Mensch

und niemand untertan, im Glauben auf Jesus.

Dieser Glaube ist ein mein Leben prägende und tragende

Vertrauensbeziehung zu Gott, Vater, Sohn und Geist.

 

An einem Beispiel beschreibt Paulus das neue

Verhalten Phil 2,3 so: In Demut achte einer den andern

höher als sich selbst. Demut beschreibt die dienende Liebe

und die Grundlagen dieser Liebe sind Achtung und

Wertschätzung. Wenn ich einem Bekannten begegne,

verzeihe ich alle seine negativen Verhaltensweisen und

gebe ihm Gelegenheit, mir ganz neu zu begegnen.

Wenn ich einem Fremden begegne, überwinde ich alle

Vorurteile und Ängste und helfe, wo er Hilfe annimmt

und ich helfen kann, frage ihn, um ihn kennen zu lernen.

Ich achte seine Überzeugungen und verstecke meine nicht.

 

Das ist besonders wichtig, wenn ich mit Menschen aus

anderer Kultur und mit anderer Religion zu tun habe.

Fragt doch z.B. mal Edelgard nach ihren Erfahrungen

in der AMIN Gruppe oder besser,

geht mal mit ihr und findet heraus,

ob das ein Weg für euch ist, Liebe weiterzugeben.

Wenn nicht, dann sucht und findet euren eigenen Weg.                                             

 

Manfred