Hallo Freunde,
wie es sinnvoll ist, auf körperliche und seelische Gesundheit zu achten,
braucht auch der neue Mensch Nahrung und Pflege.
Der neue Mensch ist nach Joh. 3 aus dem Vertrauen zu Jesus durch
den Geist Gottes geboren. Er wächst durch Wort und Geist Gottes,
durch Gebet, Gemeinschaft, Empfangen und Einüben dienender Liebe.
Dieser neue Mensch steht lebenslang im Streit mit dem alten Menschen,
der durch seine selbstsüchtigen Wünsche gesteuert wird.
Paulus beschreibt diese Situation in Galater 5,1:
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch
nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!
Das griechische Wort für Freiheit (eleutheria) meint nicht die
uneingeschränkte Erlaubnis, alles zu tun, was ich will,
sondern das zu tun, was ich als verantwortlicher Bürger meiner
Stadt oder Gemeinde tun soll.
Konkret für Nachfolger Jesu bedeutet Freiheit, das zu tun,
was der Herrschaft Gottes entspricht bzw. was einem erwachsenen Sohn
und einer erwachsenen Tochter des himmlischen Vaters entspricht.
Luther sagt dazu: Ein Christenmensch ist ein dienstbarer
Knecht aller Dinge und jedermann untertan, in der Liebe.
Die göttliche Liebe soll also das Maß und die Motivation meines
Handelns sein wie es Jesus im Doppelgebot der
Liebe (Matth 22,37-40) ausspricht. Es ist also eine „Freiheit wozu“.
Es ist aber auch eine „Freiheit wovon“, weil wir durch die
Neugeburt im Heiligen Geist nicht mehr tun müssen,
was dem alten selbstsüchtigen Menschen entspricht.
Luther sagt dazu: Ein Christenmensch ist ein freier Mensch
und niemand untertan, im Glauben auf Jesus.
Dieser Glaube ist ein mein Leben prägende und tragende
Vertrauensbeziehung zu Gott, Vater, Sohn und Geist.
An einem Beispiel beschreibt Paulus das neue
Verhalten Phil 2,3 so: In Demut achte einer den andern
höher als sich selbst. Demut beschreibt die dienende Liebe
und die Grundlagen dieser Liebe sind Achtung und
Wertschätzung. Wenn ich einem Bekannten begegne,
verzeihe ich alle seine negativen Verhaltensweisen und
gebe ihm Gelegenheit, mir ganz neu zu begegnen.
Wenn ich einem Fremden begegne, überwinde ich alle
Vorurteile und Ängste und helfe, wo er Hilfe annimmt
und ich helfen kann, frage ihn, um ihn kennen zu lernen.
Ich achte seine Überzeugungen und verstecke meine nicht.
Das ist besonders wichtig, wenn ich mit Menschen aus
anderer Kultur und mit anderer Religion zu tun habe.
Fragt doch z.B. mal Edelgard nach ihren Erfahrungen
in der AMIN Gruppe oder besser,
geht mal mit ihr und findet heraus,
ob das ein Weg für euch ist, Liebe weiterzugeben.
Wenn nicht, dann sucht und findet euren eigenen Weg.
Manfred
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